Sonne ohne Ende…

es ist eigentlich nicht zu glauben, was auf dem Dach passiert. Schon der März und der April brachten die besten Monatserträge aller Zeiten und jetzt auch noch in Folge der August, September, Oktober und November! Also schon heute 18 % mehr Stromertrag im Vergleich zum Vorjahr und der Dezember liegt noch vor uns…

Nebel

Seltsam, im Nebel zu wandern! Einsam ist jeder Busch und Stein,

Kein Baum sieht den andern,

Jeder ist allein.

Voll von Freunden war mir die Welt,

Als noch mein Leben licht war;

Nun, da der Nebel fällt,

Ist keiner mehr sichtbar.

Wahrlich, keiner ist weise,

Der nicht das Dunkel kennt,

Das unenntrinnbar und leise

Von allen ihn trennt.

Seltsam, im Nebel zu wandern!

Leben ist Einsamsein.

Kein Mensch kennt den andern,

Jeder ist allein.

Sonnenzeiten Klimawandel Sparbüchse

Es könnte und sollte eigentlich Anlass zur Sorge sein und ist ein untrügliches Zeichen des Klimawandels.

Seit Bestehen unserer PV-Anlage haben wir in den Monaten August/September/Oktober in Folge jeweils die höchsten Erträger aller Zeiten erzielt.

Einerseits freut das die „Hofsparbüchse“, anderseits bleibt ein komisches Gefühl: „normal ist das nicht…“

Nachfolgend eine Aufstellung, wie unsere Anlage beim Solarförderverein Deutschland eV geführt wird:

Nr. der PV-Anlage: 4915 Name: Fendt, Andreas Nennleistung:   26070 Wpeak
Orientierung: 165° Neigung: 35° Standort: 79862 Höchenschwand
Zugeordnete Region: Emmendingen / Freiburg / Lörrach / Waldshut-Tiengen   (PLZ-Bereich: 79000 – 79999)

Die folgende Aufstellung zeigt für jedes Jahr die monatlichen Stromertragsdaten Ihrer PV-Anlage. Zusätzlich werden die kWpeak-Erträge angezeigt.

Jan. Febr. März April Mai Juni Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez. Jahr
2011 Stromertrag (kWh) 822 1.736 3.394 4.169 4.086 3.381 3.529 4.020 3.383 2.654 31.174
Ertrag (kWh pro kWpeak) 32 67 130 160 157 130 135 154 130 102 1.197
2010 Stromertrag (kWh) 670 1.063 2.511 2.929 2.580 4.256 3.927 3.114 3.163 2.526 765 377 27.881
Ertrag (kWh pro kWpeak) 26 41 96 112 99 163 151 119 121 97 29 14 1.068
2009 Stromertrag (kWh) 1.333 1.564 2.156 3.399 3.688 3.519 3.539 3.900 3.067 2.400 1.111 481 30.157
Ertrag (kWh pro kWpeak) 51 60 83 130 141 135 136 150 118 92 43 18 1.157
2008 Stromertrag (kWh) 1.355 2.791 2.193 2.511 3.901 3.217 3.715 3.597 2.729 2.135 833 793 29.770
Ertrag (kWh pro kWpeak) 52 107 84 96 150 123 143 138 105 82 32 30 1.142
2007 Stromertrag (kWh) 926 1.911 2.760 4.509 3.498 3.432 3.652 3.265 2.955 2.416 1.360 1.091 31.775
Ertrag (kWh pro kWpeak) 36 73 106 173 134 132 140 125 113 93 52 42 1.219
2006 Stromertrag (kWh) 1.759 1.159 1.755 2.545 2.868 3.397 3.609 3.247 3.116 2.417 1.692 1.428 28.992
Ertrag (kWh pro kWpeak) 80 53 80 116 131 155 165 125 120 93 65 55 1.238
2005 Stromertrag (kWh) 961 391 2.236 2.430 2.901 3.384 2.975 2.779 2.596 2.215 1.328 282 24.478
Ertrag (kWh pro kWpeak) 44 18 102 111 132 154 136 127 118 101 61 13 1.117
2004 Stromertrag (kWh) 700 700
Ertrag (kWh pro kWpeak) 32 32

Ein Hauch von Indien

indien

 

vergangener Samstag, der vermutlich letzte heiße Tag dieses Jahr, hat es mich nochmal zum Schwimmen an den Rhein gedrängt, auf der Rückfahrt über das Rosendorf Nöggenschwiel habe ich mich auf dem Blütenacker eines Biokollegen und an einem ganz speziellen Heckenrosenbusch im Ort nochmal mit Blüten zum Trocknen versorgt. Diese Blütenblätter und andere feine Wildkräuter sind der Mantel für unseren schönen Ziegenkräuterkäse

Egon und Jaffa

das waren zwei, die sich nie wirklich gut vertragen haben. Er ein temperamentvoller Hinterwälder Stier und sie eine feine spirituelle Vorderwälder Dame älteren Semesters…
Schon im vorletzten Winter hat Egon die arme Jaffa ziemlich verletzt, seitdem habe ich sie meist getrennt gehalten, was aber weidetechnisch oft schwierig war. Mit seiner letzten Attacke auf der Weide, trotz mehrfacher deutlicher Ermahnung von mir, hat Egon seinen Freifahrschein zum Schlachthof erworben. Es war wirklich kein Spaß mehr, obwohl er ein herzensguter Kerl war, aufs Wort gehorchte und immer auch noch etwas vom kleinem Bubi hatte… manchmal hatte er seine Aussetzer, dann wurde alles kurz und klein gemacht. Den Rücken konnte man ihm nicht mehr gefahrlos zukehren, schade Du feiner Kerl…

Ich hatte sehr gehofft, daß Jaffa jetzt wieder in der Hinterwälder Herde sich rasch erholt und vor allem wieder zusammen mit den anderen mehr frisst. Leider kam das Gegenteil, die letzten Wochen hat sie nur noch sehr wenig gegessen, immer mehr von der eigenen Substanz gelebt und rasch abgebaut. Jetzt war es soweit, kurz vor ihrem 19. Geburtstag, sie lag im Stall und konnte gar nicht mehr allein aufstehen. Nach einem aufwendigen Versuch sie aufzustellen ist sie wieder in sich zusammengesackt. Nein, leiden sollte sie nicht und sich auch nicht quälen, ich habe entschieden den Hoftierarzt zu holen und sie zu erlösen. Sie hatte ein wirklich langes, erfülltes und spannendes Leben.

Egon und Jaffa haben sich beide auf ihre Art große Verdienste erworben, um ihre Zukunft mache ich mir keine Sorgen…

 

Nachwuchs 2011

Passend zu den wärmeren und schön sonnigen Tagen Anfang Februar gibt es bei den Geissen Nachwuchs, darunter sogar Drillinge, unsere Chefin „Hexe“ war also deshalb so dick!

Wenn der Bauer stiften geht…

dann darf er sich erst mal wieder mit Behörden rumschlagen. Seit einiger Zeit ist der Entschluss gefasst meinen Geissenhof per Testament in eine Stiftung zu übertragen. Um sicher zu gehen, daß das auch funktioniert, soll diese Stiftung schon jetzt gegründet werden, wie das gehen soll ist noch unklar. Die Anfragen an die Behörden sind gestellt, noch scheint kein einfacher Weg möglich. Für die Stiftung ist schon mal die Adresse www.lebenshof.org reserviert. Ach wär ich doch gelassen, wie die gute alte Jaffa, die im Sommer ja ihren 18. Geburtstag feierte.

Jaffa, die gute Seele, mit über 18 Jahren eine Kuh-Uroma

Fahr mal hin, unsere Ziegen im Fernsehen

Ein Genuss-Hoch – Im Südschwarzwald ab Sankt Blasien

„Du schöne Zicke!“ Das ist ein Kompliment, das Bauer Andreas Fendt gerne seinen Ziegen macht. Der Biolandwirt in Höchenschwand kam nicht als Bauer auf die Welt. Doch sein Mikrokosmos ist für ihn inzwischen das Beste in seinem Leben. Solche Geschichten nimmt das Ehepaar Stahl gerne mit auf dem wilden Schluchtensteig im Südschwarzwald. Das Wandern wurde hier sozusagen erfunden, genau zwischen St. Blasien und Wehr. Wandern entstand aus Wall- oder Pilgerfahrten. In Todtmoos ist die Marienwallfahrt eine uralte Tradition aus dem 13. Jahrhundert. Wie sie heute praktiziert wird, zeigt Dietmar Sendelbach mit einer Wallfahrergruppe. Im seligen St. Blasien stellen zwei Schülerinnen ihren Heimatort vor. Und sie erklären, warum ausgerechnet hier, in der Einsamkeit des Schwarzwalds, so ein großer Dom steht. Oberhalb von St. Blasien können Wanderer bei idealem Wetter den Alpenblick im Ibachtal genießen. Am besten bei einem Picknick mit Brot und Ziegenkäse im Blumen-Kräutermantel von Andreas Fendt. Genau, das ist der mit den schönen Ziegen.

Dienstag, 28.09.2010, um 22:00 Uhr (SWR Fernsehen)

Den Ausschnitt aus der Sendung über den Geissenhof gibts bei YOUTUBE

Lieber Bauer statt Manager


Idyllisch ist der Hof gele­gen und weit geht der Blick über Weiden, Äcker und Wälder und bis hinab ins Rheintal. Andreas Fendt bewirtschaftet einen acht Hektar großen Hof in Höchenschwand-Strittberg, der nur als Höhenlandwirt­schaft betrieben werden kann. (Von Rudolf Morath)

Höchenschwand-Strittberg. Andreas Fendt liebt seine Rinder, er kennt die 20 Ziegen. Sein Hof in Strittberg, den er 2003 gekauft hat, ist sein ein und alles. Seine persönliche Lebens- und Wirt­schaftsphilosophie helfen ihm, über die Runden zu kommen. Als überzeugter Biobauer backt er Brot, stellt Ziegenkäse her und vermarktet die Produkte selbst. „Ich liebe meine Arbeit, meine Tiere und weiß, dass sie alle für mich einen Wert haben“, sagt er stolz. Seine älteste Kuh ist 19 Jahre alt und er gibt sie nicht an den Metzger, sondern garantiert ihr das Gnadenbrot, weil sie in all den Jahren soviel Milch gegeben hat. Die Weiden seines Hofes auf rund 900 Meter reichen nicht aus, um einen Vollerwerbshof in der üblichen Form zu führen. Doch um zu überleben, hat er sich meh­rere Standbeine geschaffen, die ihm helfen, auf seinem „Gut“ recht gut über die Runden zu kommen.
Er verarbeitet die Ziegenmilch seiner Schwarzwaldziegen zu Ziegenbergkäse, zu einem Hart­käse aus Rohmilch, Ziegenfrischkäse, Schnittkäse mit und ohne Kräuter und zu Quark.

Die blitz­blanke Käserei zeigt, dass er als Käser über die notwendigen Einrichtungen verfügt. Die Fachkenntnisse dafür hat er auf Almen im Allgäu erworben.Fendt erläutert: „Ziegenmilch­produkte eignen sich sehr gut als Ersatz der Kuhmilchallergiker und für Kleinkinder. Die Fettkü­gelchen sind sehr fein verteilt, was sie sehr verträglich macht. So ist die Ziegenmilch eine Rarität, eine Spezialität und wird von vie­len Menschen als einzigartig an­gesehen und gerne konsumiert.“ Wichtig sei, dass die Ziegen sorg­fältig gemolken werden und vor allem getrennt vom Bock, um den Ziegengeruch zu vermeiden.

Ein weiteres Standbein ist für Fendt das Backen von Dinkel- und Bauernbrot mit Weizen und Rog­gen. „Es sind Bioprodukte aus dem heimischem Land, vom Mahlen bis hin zum Backen im Steinofen“, erklärt Fendt. Die To­maten im Gewächshaus bringen ihm einen weiteren Verdienst, die er wie die verschiedenen Käse­sorten, das Brot und andere Produkte auf den Wochenmärkten in Waldshut und in St. Blasien selbst vermarktet. Der Bauer ist recht stolz darauf, dass seine Ware aus kontrolliert ökologischem Land­bau stammt und die Kunden sie gerne kaufen. Auf den Weiden grasen friedlich etwa zehn Rinder in Mutterkuhhaltung. „Ich will meine mir anvertrauten Tiere tier­gerecht halten“, sagt Fendt als Höhenbauer, der nicht gerne den Begriff Landwirt für sein Tun auf dem Höchenschwander Berg benützt. Zusätzlich bietet er Kun­den einen Lieferservice mit Bio­kisten an, die gefüllt sind mit Er­zeugnissen von regionalen Bio­höfen und vom Natur-großhandel. Salate, Gemüse, Obst, Käse, Eier und Brot sind in den Kisten ent­halten, die er nach Wunsch der Kunden zusammen-stellt und aus­fährt. „Ich bin glücklich mit mei­nem Leben und ich würde es nie tauschen mit einem gut dotierten Managerjob“ ist sein Resümee.

Quelle: (c) Hochrhein-Anzeiger