Knackig und zum Anbeißen: Buntes Biogemüse

BZ-SERIE MARKTBUMMEL: Für Biobauer Andreas Fendt aus Strittberg ist öko logisch / Auch Brot und Käse im Sortiment

 

ST. BLASIEN (tab). Ein Wochenmarkt ist mehr als nur das etwas andere Einkaufserlebnis. Er ist Treffpunkt, Neuigkeitenbörse, Augenschmaus und Leckerbissen-Buffett. Seit 14 Jahren tischen inzwischen 13 Händler ihre unterschiedlichen Waren immer freitags im Herzen der Domstadt auf. Die Badische Zeitung geht auf Marktbummel und stellt die Beschicker ab heute in einer wöchentlichen Serie vor.
Knackig und bunt ist das, was Andreas Fendt den Domstädtern jeden Freitag serviert – und außerdem gesund: Obst und Gemüse aus biologischem Anbau. Doch damit nicht genug: „Bioware schafft Arbeitsplätze in der Region und bewahrt die Schöpfung“, sagt Andreas Fendt vom Biolandhof in Höchenschwand-Strittberg. 2003 hat er die Landwirtschaft mit acht Hektar auf 900 Metern Höhe und damit auch den Bioland-Stand auf dem St. Blasier Freitagsmarkt übernommen. Allein bewirtschaftet der leidenschaftliche Landwirt den Hof, der zu einer Jugendhilfeeinrichtung ausgebaut werden soll. „Da ich noch Kühe und Ziegen melken muss, fängt der Markttag für mich schon um 5.30 Uhr an“, erzählt Fendt. Ein Problem ist das für ihn nicht – schließlich freut er sich auf jeden Markttag in der Domstadt: „St. Blasien ist mein Heimatmarkt, sozusagen direkt vor meiner Haustüre.“
Die Verantwortung gegenüber seinen Kunden und der Natur bestimmt sein Warenangebot: Egal ob die Höchenschwander Bergtomaten aus seinem neuen Gewächshaus, Aprikosen, Paprika, Lauch, Pfirsiche oder Salat – alles wird nach den Bioland-Regeln angebaut. Die gelten auch für das frische Brot, das Fendt jeden Donnerstag für den Markt backt: „Da kommt nur Bio-Getreide rein.“ Besondere Schmankerl sind auch Fendts Ziegenkäsespezialitäten, die so manchem Stammkunde schon beim Anblick das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Und diese gesunden Geschmackserlebnisse sollen sich alle leisten können: „Familien mit geringem Einkommen oder auch Arbeitslose können bei mir Rabatt bekommen.“
Öko ist bei Andreas Fendt nicht nur am Marktstand Pflicht. Er erzeugt auf seinem Biohof Solarmstrom für die EWS Schönau und bezieht auch nur Ökostrom vom dort. Außerdem fährt sein Wagen, mit dem er im Winter die Abokisten an seine Kunden verteilt, mit Biodiesel.

Gewächshaus

Noch nicht bepflanzt, aber schon von weit her sichtbar: das Gewächshaus steht!!!