Sonnenbrot und Käse

Andreas Fendt aus Strittberg scherzt gern mit seinen Waldshuter Wochenmarktkundinnen, denen er seit neuestem neben vielen Käsesorten, darunter zehn verschiedene Ziegenkäse, nur noch „Sonnenbrot“ anbietet – ausschließlich mit regenerativer Energie gebacken. Foto: Lägel
 
 
Ein Zertifikat hängt seit neuestem am Marktstand von Andreas Fendt aus Strittberg. Darin bescheinigt ihm die Geschäftsführung der Schönauer „Energierebellen“, dass sein Bioland-Hof nun ausschließlich Strom aus regenerativen Quellen und Kraftwärmekopplung bezieht. „Mein Brot wird mit der Sonne gebacken!“, strahlt der immer gut gelaunte Marktmann seine Kundschaft an.
Ständig sieht der Bioland-Landwirt von seinem Hof aus die Dampffahnen der regionalen Schweizer Atomkraftwerke. „Der Ärger darüber war mit ein Anlass, mich für den Bezug umweltfreundlicher Energie zu entscheiden“, sagt der Mann, der demnächst zusätzlich über eine der größten Photovoltaikanlagen der Region Höchenschwand verfügen (für Insider: 22 kWp) und damit den gesamten Bedarf des Hofs selbst ins Netz einspeisen wird. „Und weil die Elektrizitätswerke Schönau einen Förderbeitrag bezahlen, gebe ich deren Kundschaft das Brot zum alten Preis.“ Atomstrom ist billiger, deswegen muss Fendt sein „Sonnenbrot“ jetzt um etwa zehn Cent je Laib teurer verkaufen: Die nötige Kilowattstunde Energie fürs Mahlen des Biomehls in eigener Mühle und das anschließende Backen ist nun pro einzelnes Brot doppelt so teuer.
Auch die Zutaten kosten wesentlich mehr: Die Bioreal-Hefe und das ausschließlich verwendete Atlantikmeersalz zum Beispiel, und das Kilo Biolandmehl schlägt mit 80 Cent (gegenüber 30 bei „normalem“) zu Buche. Trotzdem ist der Brotpreis bei dem Strittberger Biolandwirt auch weiterhin nur geringfügig höher als bei konventionellen Bäckern. Wer das schmackhafte Brot, die auch als „Sonnenrad“ angebotenen Brötchen, Dinkelweckle oder Körnerstangen nun einmal versuchen möchte: Die zahlreichen Käsespezialiäten des Strittbergers seien dazu empfohlen. Ziegenkäsefans finden hier zum Beispiel zehn Sorten von ganz jung (am Vortag selbst hergestellter Frischkäse) bis rund drei Monate gereifter Spezialitäten.

Sonnenzeit

Endlich wird mit der Installation unserer Photovoltatikanlage begonnen, obwohl für 2004 fast keine Module mehr auf dem Markt verfügbar sind ist unserem Partner der FirmaMesam aus Bannholz gelungen eine Spitzenanlage mit 21,93 kwP zu organisieren und fachgerecht zu montieren. Weitere Infos unter Solar
Besonders erfreulich ist, daß die Energiewerke Schönau die Anlage zusätzlich fördern. Rebellenstrom aus dem Schwarzwald und der Geissenhof, zwei die zusammen passen !